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Die IG stellt sich vor Die Fiat 500 IG München stellt sich vor
Die Fiat 500 IG München stellt sich vor
Gemeinsame Ausfahrten und Teilnahme an Treffen Monatlicher Stammtisch
Monatlicher Terminkalender IG-Zeitschrift "500er"
Der millionenfach gebaute Kleinwagen der 1950er bis 1970er Jahre machte - ähnlich dem VW Käfer in Deutschland - Nachkriegs-Italien und -Europa mobil. Darüber hinaus lange noch als Alltagsauto verwendet, hat er im Laufe der Zeit absoluten Kultstatus erlangt. Das sympathische, rundliche Äußere, das standardmäßige Roll- oder Faltdach und die kleinen runden Scheinwerfer-Augen machten ihn liebevoll zur "Rennsemmel" oder "Knutschkugel" seiner und auch unserer Zeit. Heute sieht man Kinder wie auch Erwachsene mit offenem Mund staunen, wenn an Ihnen ein 500er vorbeifährt. Die einen sehen so ein Auto zum ersten Mal im Leben, die anderen erinnern sich an ihre damalige Zeit, vielleicht auch als ehemaliger Besitzer eines Fiat 500. Sobald einige sicherheitskritische Ausstattungslücken nachgebessert wurden (z.B. Sicherheitsgurte, Warnblinkanlage und ggf. Rückfahrscheinwerfer) kann's heutzutage nach wie vor losgehen. Dann läßt der Fiat 500 auch durch sein Innenleben staunen - gerade heute durch die sonst so üblichen "rollenden Computer", welche den Fahrer bereits bei +3°C auf eine latente Glättegefahr hinweisen. Demgegenüber stehen hier ein Tacho (sorry: Kombiinstrument!) und drei Kippschalter auf dem in Deutschland damals üblichen Metall-Armaturenbrett in Wagenfarbe. Die Warnfunktionen des Bordcomputers werden durch Nase, Ohren und Bandscheiben des Piloten ersetzt. Im 500er fehlende, heute übliche Kleinigkeiten wie Intervallschaltung für Scheibenwischer oder Heckscheibenheizung - von elektrischen Fensterhebern nicht zu reden - bieten eine Zeitreise in die Vergangenheit, und vermitteln ein lebendiges Verständnis für die damaligen Bedürfnisse, was ein Auto bieten sollte. Natürlich gab es auch andere Autos, aber wer mehr wollte, mußte tief in die Tasche greifen (Bild v.l.: Motor mit Luftkühlung, Armaturenbrett, Kombiinstrument, Höchstgeschwindigkeiten; Bildnachweis: 1).
Varianten und Derivate erfüllen die Welt um den 500er mit einer unvergleichlichen Artenvielfalt von sportlichen, geräumigen oder einfach nur skurrilen Geschwistern aus dem halben Europa, die eine Beschäftigung mit dem Fahrzeug niemals langweilig lassen (Bild v.l.: Kombiversion Giardinera, Churchill und Onassis 1959 im Ghia Jolly Speciale, Luxusderivat Autobianchi Bianchina Cabriolet, Österreichs Steyr-Puch und das Nachfolgemodell Fiat 126; Bildnachweis: 2). Der luftgekühlte 18 PS-Zweizylinder, der das Fahrzeug in der Originalversion auf maximal 95 km/h vorwärtspreschte, war bald schon Grund für findige Bastler wie z.B. Karl Abarth, diverse Sportversionen zu konstruieren, die dem Fahrer eines heutigen Durchschnittsautos keinen Anlaß zur Unterschätzung geben sollten. Daneben hat sich das Tuning bis heute weiterentwickelt, und somit sind viele Exemplare dementsprechend zu Unikaten "gewachsen". Für den Bastler steht eine Fülle von originalen und replizierten Ersatzteilen zur Verfügung, die den kostengünstigen Erhalt sowie Umbau ermöglichen. Hier einige Beispiele aus heutiger Zeit: Der Fiat 500 ist nicht nur von Liebhabern begehrt: In alten wie neuen Kinofilmen wird er als heimliche Haupt- oder Nebenrolle eingesetzt, und in Werbespots wirbt er effektvoll für Tankstellen, Banken, Möbelhäuser oder auch Pfefferminzdrops. Das Konzept des Fiat 500 ist zeitlos. Als damals kostengünstiges und praktisches Modell für jedermann konstruiert, erfährt er durch wachsendes Verkehrsaufkommen und Parkplatznot in Ballungszentren sowie stetig steigende Treibstoffpreise eine Renaissance durch seinen Nachfolger, den Neuen Fiat 500, der am 4. Juli 2007 in Turin präsentiert wurde und seit 27. Oktober bei den deutschen Händlern zu bestellen ist. Da mit mehrmonatigen Lieferzeiten zu rechnen ist, haben ganz Ungeduldige die ersten Exemplare schon auf eigene Faust aus Italien importiert und bezahlen sogar mehr als Listenpreise.
Bildnachweis 1) Fiat 500 Betriebsanleitung, Fiat Dipartimento Norme e Pubblicazioni, 15. Ausgabe, Turin 1965 2) "Fiat 500", Marie-Claire Lauvray und Basil Le Fay. Heel Verlag, 2001
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